Markt Kleinwallstadt Markt Kleinwallstadt

Geschichte von Hofstetten

Schon vor 5500 Jahren, also in der Jungsteinzeit, war die Region um Hofstetten besiedelt. Aus einem karolingischen Rastplatz im Hochmittelalter entwickelte sich unter den Grafen von Rieneck ein zur Cent Eschau gehöriges Hubendorf (ein Straßendorf mit angegliederten privaten Nutzflächen). Damals gehörte der Flecken kirchlich noch zu Großwallstadt. Mit dem Aussterben der Rienecker gelangte Hofstetten 1559 über den Kurfürsten Friedrich III. von der Pfalz als freies Allodialgut (lehensfreier Grund und Boden) an die Grafen von Erbach. Als diese sich während der Reformationszeit auf die lutherische Seite schlugen, wechselten auch die Hofstetter Bürger ihre Glaubensrichtung. Die Gerichtsbarkeit lag in den Händen der Wildensteiner. 1806 gingen die standesherrlichen und ritterschaftlichen Ämter der Erbacher im Fürstentum Aschaffenburg auf, bis im Jahre 1814 die Kommune Hofstetten, wie auch Kleinwallstadt, zu Bayern gelangte.

Wenn auch in Bayern die allgemeine Schulpflicht bereits 1802 eingeführt wurde, so war die Zahl der schulpflichtigen Kinder in Hofstetten erst 1857 so weit angewachsen, dass man das erste Schulgebäude errichten konnte.

Linde Hofstetten

Nach zwei umfassenden Flurbereinigungen in den Jahren 1894 und 1929 entwickelte sich die kleine, überwiegend landwirtschaftlich geprägte Gemeinde zu einem lebendigen Gemeinwesen. Die Zeit blieb auch hier nicht stehen. Fortschrittlich und aufgeschlossen, wie seine Bürger schon seit jeher waren, hat Hofstetten an der allgemeinen Entwicklung teilgenommen. Die Eingemeindung zum Nachbarort Kleinwallstadt 1971 geschah ohne größere Hürden.

Die einstigen Bedenken der Ortsteilbewohner, als »fünftes Rad am Wagen« von Kleinwallstadt benachteiligt zu sein, hatten sich nach der Verwirklichung vieler Projekte aufgelöst. So nutzen zahlreiche Kleinwallstädter die Sportangebote des TV Hofstetten. Es besteht eine intensive Zusammenarbeit beider Feuerwehren und auch der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden.


Die Identifikation mit ihrem Dorf und eine funktionierende Gemeinschaft hatten die Hofstetter unter anderem bei den über 1000 Helferstunden am neu gestalteten Brunnenplatz bewiesen. Dort waren sie in Zusammenarbeit mit dem Markt Kleinwallstadt mit viel Engagement und Freude dabei, um ihren Ort lebens- und liebenswert zu erhalten.

 

Das Projekt der Dorferneuerung zeigte ebenfalls die gute Zusammenarbeit von Kleinwallstädtern und Hofstettern. 2012 wurde auf dem Gelände der ehemaligen Anwesen Talstraße 54 und 56 ein neues Torhaus mit Durchgang, öffentlichen Toiletten und Lagerräumen für Gegenstände der Freiwilligen Feuerwehr und der Feldgeschworenen eingeweiht. Das ursprünglich direkt an der Kreisstraße stehende Backhaus wurde weiter nördlich neu aufgebaut und zwar direkt am angrenzenden Bach, der in diesem Zug naturnah gestaltet wurde. Das Hofstetter Backhausteam füllt dieses Gebäude mit sehr viel a ein. Ein Steg verbindet die neugestaltete Ortsmitte mit dem Brunnenplatz und so hat sich dieser Bereich zu einem idyllischen Treffpunkt für Jung und Alt entwickelt, an dem auch sehr schöne Feste veranstaltet werden.   

 

Heute sind die Hofstetter Bürger ein fester Bestandteil im neuen kommunalen Gefüge.

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