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Waldbrandgefahr in Unterfranken bleibt extrem angespannt

07.08.2018
Die Regierung von Unterfranken gibt aktuelle Hinweise zur Waldbrandgefahr: Die seit Monaten auch in Unterfranken anhaltende andauernde strukturelle Trockenheit in Verbindung mit hochsommerlichen Tageshöchsttemperaturen bei sehr langer Sonnenscheindauer hat sich zwischenzeitlich in eine ernsthafte Dürreperiode gewandelt.

Deshalb ordnet die Regierung von Unterfranken hiermit im Einvernehmen mit dem regionalen Beauftragten der Bayerischen Forstverwaltung für die Waldbrandbekämpfung in Unterfranken von Dienstag, 07.08 2018 bis Mittwoch, 08.08.2018 die Luftbeobachtung als Maßnahme der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung für den gesamten Regierungsbezirk Unterfranken an. 

Die vorbeugende Luftbeobachtung findet dabei in den Nachmittagsstunden zu den höchsten Gefährdungszeiten statt. Die Befliegung mittels ausgebildeter Luftbeobachter erfolgt in Unterfranken auf zwei Routen. Die Beobachtungsflugzeuge starten bei der so genannten Westroute von den Flugplätzen Mainbullau und Hettstadt (am Dienstag von Mainbullau aus). Bei der so genannten Ostroute werden die Flugplätze Schweinfurt-Süd und Haßfurt genutzt (am Dienstag von Schweinfurt-Süd aus). Im Rahmen der Luftbeobachtung achten die Luftbeobachter auch auf Auffälligkeiten in Sachen Borkenkäferbefall. Die Verkehrsbeobachtung bildet einen zweiten Einsatzschwerpunkt für alle Luftbeobachter. 

Die Bevölkerung wird dringend gebeten, in Waldgebieten äußerste Vorsicht walten zu lassen und keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen. Hohe und regional sogar sehr hohe Brandgefahr besteht auch im offenen, nicht abgeschatteten Gelände, etwa auf abgeernteten Getreidefeldern oder Flächen mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs. 

Wie gefährlich und wie schnell sich Waldbrände entwickeln können, zeigt unter anderem der Waldbrand am gestrigen Sonntag in Ebern, Landkreis Haßberge, dessen weitere Ausbreitung auf einer Fläche von rund 2 ha nur mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften vor Ort verhindert werden konnte. Mithilfe von 150 Feuerwehrkräften von rund 1 Dutzend Freiwilligen Feuerwehren, sowie weiteren Einsatzkräften des THW und unter Einsatz der Polizeihubschrauberstaffel Bayern konnte der Brand verhältnismäßig rasch unter Kontrolle gebracht werden. Weitere Wald- und Flächenbrände der letzten Tage und Wochen (unter anderem im Alzenauer Forst und in Haibach), zeigen die potentielle Gefährlichkeit derartiger Brände für den in Bayern waldreichsten Regierungsbezirk in Bayern. Die Regierung von Unterfranken dankt an dieser Stelle allen Einsatzkräften für ihren vorbildlichen und besonnenen Einsatz.

Die Regierung von Unterfranken trägt die tatsächlichen Einsatzkosten für Einsätze der Luftbeobachtung im Katastrophenschutz aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds; die Luftrettungsstaffel Bayern stellt die ehrenamtlichen Piloten.

Kategorien: Pressemitteilung Landratsamt MIL

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